Metaphysik, Sinnsuche und die energetischen Dimensionen des Lebens

Frames - Wie Sprache unsere Gedanken steuern

Es ist nicht immer alles so, wie es scheint.

Die Frames-Semantik ist ein Teilgebiet der Sprachwissenschaft, die sich mit der bedeutung sprachlicher Zeichen und Zeichenfolgen befasst. Sie basiert darauf, dass sich die Bedeutung sprachlicher Ausdrücke nur erfassen lässt, wenn man über das entsprechende Weltwissen verfügt, das in sogenannten Frames aufgebaut ist. Es handelt sich also um Wissensrahmen, die sich auf der Grundlage von Erfahrungen gebildet haben und die somit eine mentale Repräsentation stereotypischer Situationen sind. Das gezielte Einsetzen von Frames ist speziell in der Politik sehr populär und gebräuchlich. Warum das so ist und dass man bei Sprache sehr achtsam sein muss, soll im Folgenden gezeigt werden.

Ein gesprochenes Wort aktiviert im Kopf einen entsprechenden Frame, der das gesammelte Weltwissen zu einer Idee beinhaltet. Das Wort “bezahlen” aktiviert z.B. einen Frame, der mit kommerzielle Transaktionen korreliert. Zu diesem Frame gehören entsprechend folgende Elemente, die man mit Begriffen wie z.B.: Geld, Käufer, Verkäufer, Ware, Preis, Profit usw. assoziiert, aber auch Beziehungen dieser Elemente zueinander bzw. deren Abfolge wie: der Verkäufer besitzt die Ware, er möchte sie gegen Geld abgeben, er legt einen Preis fest, der Käufer gibt dem Verkäufer eine entsprechende Summe, woraufhin die Ware in seinen Besitz übergeht usw.

Auch in der Politik und Werbung (und damit auch in der Medienwelt) aktiviert jedes Wort einen Frame. Zum Beispiel wird angesichts abstrakter politischer Konzepte häufig über metaphorische Frames gesprochen und gedacht. In der Politik werden nicht selten Metaphern benutzt, um der Bevölkerung Sachlagen “begreifbar/denkbar” und so politische Aktionen “schmackhaft” zu machen. Hinterfragt man so herbeigeführte politische Entscheidungen, wird häufig auf abstrakt anmutende Statistiken bzw. “wissenschaftliche Fakten” verwiesen. Der springende Punkt: Die Entscheidung wurde durch Aktivierung von Frames beeinflusst und nicht durch eine bewusste Haltung/Handlung (der Bevölkerung).

 

“Geht es der Wirtschaft gut, geht es uns allen gut”

Sprachbilder beeinflussen unser politisches Denken und Handeln nachhaltig. Immer wenn es darum geht eine (z.B. politische) Entscheidung nach Wunsch herbeizuführen, werden medial bestimmte Sprachbilder sich immer wiederholend propagiert, da sprachliche Wiederholung synaptische Verbindungen im Gehirn stärken - es wird in gewisser Weise zur “Realität”. Kommt Ihnen dieser Mechanismus irgendwie bekannt vor? Beispielsweise das Wort Flüchtlingswelle in Wahlkampfzeiten, der Begriff soziale Gerechtigkeit zur Ablenkung von anderen Themen, das Wort Sicherheit zur Durchsetzung unpopulärer Gesetze, das Wort Verschwörungstheoretiker zur Diskreditierung bestimmter Gruppen. Speziell Populisten wiederholen ihre spezifischen Worte (Slogans) so oft wie möglich, damit sich diese im Gehirn fest verankern. Um dagegen anzukämpfen und diese Frames nicht zu aktivieren, sollte man diese NICHT unreflektiert wiederholen, sondern im Rahmen der eigenen Wertvorstellungen argumentieren.

Einigen Studien gemäß sind nur 2 Prozent unseres Denkens bewusste Vorgänge - 98 Prozent des Denkens geschieht unbewusst. Menschen treffen soziale, ökonomische und politische Entscheidungen also nicht nach rationalen Erwägungen oder Fakten, sondern durch sinngebende Frames.
Es ist schon erschreckend, wie einfach es eigentlich ist, Menschen dazu zu bringen eine bestimmte Haltung einzunehmen, die oft gegen deren Eigeninteressen gerichtet ist. Unbewusste Übernahme stereotyper Meinungen, Vorstellungen oder Glaubenssätze führt schnell dazu, dass sich die Bevölkerung polarisiert und sich eigentlich gar nicht im Klaren ist, warum sie einen bestimmten Standpunkt eingenommen hat.

Man sollte sich immer klar machen: Es ist nicht immer alles so, wie es scheint!
Ein einfaches Beispiel soll das veranschaulichen:

 

Stillstand oder Bewegung

Setzt man sich im Wohnraum auf einen festpositionierten Sessel, würde man wohl behaupten, dass man ruht - sich also nicht bewegt. Diese Annahme beruht auf unseren Erfahrungen und unserer Wahrnehmung - auf unserem “Weltwissen” von soeben. Wie uns jedoch Albert Einstein bereits vor über 100 Jahren so schön zu erklären versucht hat, sollten wir zumindest ernsthaft in Betracht ziehen, dass Bewegung immer einer Relativität unterworfen ist und von den Bezugssystemen, in dem sich einerseits ein beobachtetes Objekt und andererseits ein Beobachter, der die Bewegung des Objekts misst, befindet. Albert Einsteins Relativitätstheorie hat sich bis jetzt übrigens als ziemlich robust erwiesen.

Klingt kompliziert, ist eigentlich aber ganz einfach, wie folgendes Szenario veranschaulichen soll. Dazu vergleichen wir zwei Situationen (A und B):

Situation A: Stellen Sie sich vor, Sie stehen vor einem Kaffeehaus und ein Freund fährt mit seinem Auto mit einer Geschwindigkeit von 50km/h an Ihnen vorbei. Sie werden selbstverständlich sagen: "Der Freund bewegt sich mit 50km/h an mir vorbei.".

Situation B: Jetzt stellen Sie sich vor, dass Sie mit Ihrem Freund gemeinsam in dessen Auto sitzen, das wiederum mit 50km/h am gleichen Kaffeehaus vorbeifährt. Für Sie selbst bewegt sich der Freund jedoch nicht, er bleibt auf gleicher Distanz neben Ihnen sitzen.

Was hat sich geändert: die Bezugssysteme haben sich verändert. Der Beobachter hat das Bezugssystem gewechselt - er hat seinen Standort von der Kaffehaustüre (A) in das Auto des Freundes (B) gewechselt.

Es macht also einen riesigen Unterschied, von WO aus man WAS beobachtet!

 

Um zum bereits erwähnten "festpositionierter Sessel" zurückzukehren:

Eine sitzende Person wird sich für eine andere Person, die sich im gleichen Raum befindet, scheinbar nicht bewegen. Würde sich der Beobachter jedoch am Mond befinden und mit einem ultrahochauflösenden Teleskop die sitzende Person, das Objekt, beobachten, so würde sich diese Person mit rund 1.667 km/h (in Äquatornähe) vorbei bewegen. Diese Geschwindigkeit ergibt sich durch die Rotation des Planeten Erde, auf dem das Wohnhaus der sitzenden Person steht.

Für den Beobachter am Mond bewegt sich die sitzende Peron also mit Überschallgeschindigkeit (mehr als 1.236 km/h) - wer hätte das gedacht!

 

Noch interessanter wird es, wenn wir in einem hypothetischen Gedankenexperiment annehmen, dass der Beobachter sich im Zentrum unserer Galaxie befindet und unsere sitzende Person auf dem Planeten Erde beobachtet (hypothetisch auch deshalb, da sich im Zentrum unserer Galaxie ein schwarzes Loch befindet). Unser Sonnensystem - und damit auch die Erde - befindet sich rund 28.000 Lichtjahre vom Zentrum der Milchstraße entfernt.
Aktuelle Messungen haben eine Umlaufgeschwindigkeit unserer Sonne um das Milchstraßenzentrum von rund 961.200 km/h ergeben. Der Beobachter im Zentrum würde die sitzende Person also mit einer Geschwindigkeit von fast 1 Million km/h vorbeiflitzen sehen - ganz schön schnell für eine "ruhende" Person!

Natürlich ist das letzte Beispiel eine sehr experimentelle Betrachtungsweise, da hier für uns ungewohnt große Abmessungen mithineinspielen. Aber die Moral der Geschichte (unter anderem) ist: Man sollte gelegentlich nicht stur auf einer Sichtweise verharren, sondern gelegentlich auch einmal sich trauen neue Standpunkte einzunehmen, die einen zu gänzlich anderen Ergebnissen/Erkenntnissen führen könnten, die man zuvor gar nicht für möglich gehalten hätte - das sollte man sich immer bewusst machen.

 

Fazit

Bewusst muss man sich auch machen, dass das Fundament der bereits erwähnten “Wissenschaftlichen Fakten”, die gerne zur stereotypen Rechtfertigung einer spezifischen Meinung/Haltung verwendet werden, sich im Laufe der Geschichte immer wieder verändert hat - und das wird es auch in Zukunft tun. Es handelt sich hier per Definition nur um Spekulationen und nicht um pures “Wissen”, wie der Name “wissenschaftlich” vielleicht vermuten lassen würde. Mit “Wissen” kann nur die Mathematik dienen - sonst jedoch praktisch keine Disziplin.

Bezüglich allem, was uns in der vielfältigen Medienwelt, wie Radio, TV, Printmedien, Plakate oder online-Medien (social Media, YouTube, etc.) herangetragen wird, sollten wir:

  • einen Schritt zurück - die Perspektive ändern
  • danach bewusst und wachsam an die dargebrachten Themen herangehen
  • offen und respektvoll für eine pluralistisches Meinungsvielfalt sein
  • uns nicht von bewusstseinsuntergrabenden Tricks manipulieren lassen

 

Anekdote zu Einstein:

Albert Einstein soll seinen Physik-Studenten einmal zwei Jahre hintereinander die gleiche Klausur gegeben haben. Sein Assistent machte ihn darauf aufmerksam:

“Sir, das sind die gleichen Fragen
wie im letzten Jahr!”

Einstein schmunzelte und antwortete:

“Ja, aber die Antworten haben sich geändert.”

 

 

R. Riemer, Redaktion Bewusst Sein

 

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