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Produkt kommt 2013 auf den Markt
Grenoble - Forscher des Polytechnik-Instituts am Grenoble INP
http://grenoble-inp.fr
haben Tapeten entwickelt, die undurchlässig für Funksignale sind. Diese bieten
Potenzial für verschiedenste Anwendungen im Bereich der Sicherheit und Medizin
und dürften nur unwesentlich teurer sein als konventionelle Wandverkleidungen.
Bei der Herstellung wird auf längst etablierte Standards gesetzt, erklärt
Entwickler Pierre Lemaitre-Auger.
Wandverkleidung sperrt Netzwerk ein
Silberpartikel auf den Tapeten sorgen für die Blockierung des WiFi-Signals in
beide Richtungen. Der Clou dabei liegt allerdings im jeweiligen
Schneeflocken-artigen Muster, in dem die Schicht aufgebracht ist. Moderne Router
geben ihr Signal sowohl im 2,4-GHz- als auch im 5-GHz-Spektrum ab, beide
Frequenzbänder werden effektiv geblockt.
"Durch eine solche Tapete wird die Signalstärke im Schnitt um 25 dB reduziert.
Unmittelbar dahinter hat man also entweder sehr schlechten oder gar keinen
Empfang", erklärt Lemaitre-Auger. Folglich ist die Empfangsweite drastisch
reduziert. Die Anti-WiFi-Wandbekleidung lässt GSM-Verbindungen zu und erlaubt
auch Surfen über mobile Breitbandverbindungen via UMTS und LTE. Die zweite
Version des Mauerschmucks unterbindet auch dies.
Mit dem WiFi-Blocker ließen sich innerhalb eines Gebäudes eigene Zonen für den
WLAN-Zugriff schaffen oder bestimmte Räume isolieren. Für die alternative
Version wäre besonders der Einsatz in Krankenhäusern naheliegend, um sensiblere
Mess- und Therapiegeräte vor Interferenzen durch Mobilfunk zu bewahren.
Technologie kommt 2013 auf den Markt
"Wir verwenden das Standardpapier für Tapeten", schildert Lemaitre-Auger. "Die
Silberteilchen sind Bestandteil leitfähiger Tinte und werden im
Siebdruckverfahren aufgebracht. Alle Herstellungsschritte werden längst in der
Industrie eingesetzt, lediglich die Drucker müssen für den Einsatz mit der Tinte
kalibriert werden." Der Experte für Opto-Elektronik erwartet, dass die
Produktionskosten nicht wesentlich über jenen für normale Tapeten liegen werden.
Fenster stellen aktuell noch eine Hürde dar, da sich die Funkwellen problemlos
durch Glas hindurch bewegen. Um auch Räume an Außenwänden "abdichten" zu können,
versucht das Team nun, eine dünnere und durchsichtige Version der Tapete zu
entwickeln. Ihre Technologie wurde mittlerweile vom finnischen Unternehmen
Ahlstrom http://ahlstrom.com
lizenziert, das bereits 2013 ein Produkt auf den Markt bringen möchte. (pressetext.redaktion)
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