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21. März 2012
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Aufrufe: 4040
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3D-Solarzellen sollen Energieausbeute verdoppeln
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Experte sieht noch viel Potenzial für Silizium
Santa Barbara - Das kalifornische Unternehmen Solar3D
http://solar3d.com arbeitet
nach eigenen Angaben an einer neuen Siliziumwafer-Solarzelle mit
dreidimensionaler Struktur, die ihre konventionellen Verwandten in Sachen
Energieumsatz in den Schatten stellen soll. Konkret verspricht man sich eine
Steigerung der Ausbeute um bis zu 200 Prozent, wodurch sich Solaranlagen für
Käufer um mindestens 40 Prozent schneller amortisieren sollen. Stefan Reber,
Experte für Dünnschichtsolarzellen am Fraunhofer-Institut für Solare
Energiesysteme (ISE)
http://ise.fraunhofer.de , sieht bei der Nutzung von Silizium noch viel
Potenzial nach oben.
Längerer Lichtgewinn, höhere Ausbeute
3D-Strukturen auf der Oberfläche sowie kristalline Mikrostrukturen sollen den
verwertbaren Einstrahlwinkel des Lichts ausweiten. Dies soll zusätzlichen
Stromgewinn in den Morgen- und Abendstunden sowie im Winter ermöglichen, wenn
die Sonne länger tiefer steht. Zusätzliche Kleinststrukturen im Wafer soll
Reflektionen vermindern, dadurch zusätzlich Sonnenlicht einfangen und die
Ausbeute weiter erhöhen.
Nach Rechnungen der Firma ist dabei der Unterschied bei einem Einfallswinkel von
20 bis 60 Grad besonders deutlich. Die Technologie soll eine Maximalausbeute von
27 Prozent ermöglichen, während herkömmliche Waferzellen ihren Zenit bei 17
Prozent erreichen. Bei Solar3D sieht man noch Luft nach oben in der Entwicklung
von Photovoltaikmodulen auf Siliziumbasis.
Silizium lange noch nicht ausgereizt
Dass mit dem Material noch viel möglich ist, bestätigt auch Reber. Laut dem
Experten kann dabei auch Nanotechnologie eine wichtige Rolle spielen. "In
Zukunft könnten Nanostrukturen auch als aktive Bestandteile zum Einsatz kommen",
erklärt er. Zuvor ist aber noch einiges an Forschungsarbeit zu leisten.
Für den Fachmann ist Silizium "das perfekte Halbleitermaterial", denn es ist
mittlerweile gut erforscht, günstig, breit verfügbar und lässt sich sauber
aufbereiten. In Kombination mit anderen Materialien ist auch die Energieausbeute
noch deutlich steigerbar. Bereits vor über einem Jahrzehnt gelang mit einer
Mehrfachstapelzelle eine Konversionsrate von über 30 Prozent, auch Werte von
über 60 Prozent hält Reber für erreichbar. Jedoch werden bis dahin noch einige
Jahre ins Land ziehen.
Prototyp in Arbeit
Die eigene Entwicklung betrachtet man bei Solar3D als "Game Changer", der Beweis
für ihre Praxistauglichkeit muss jedoch erst erbracht werden. Ein
funktionsfähiger Prototyp befindet sich im Bau. Wann dieser fertig gestellt sein
wird, ist noch nicht bekannt. (presstext.redaktion)
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