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14. August 2010
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Aufrufe: 4043
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Spray-Solarzellen: Stromerzeugung am Fenster
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Nanopartikel-Technologie verspricht hohe Effizienz
Leicester/Bergen
- Das norwegischen Unternehmen EnSol
http://www.ensol.no will
Fenster und Gebäude ganz leicht zu Stromquellen machen. Es hat eine
Dünnschicht-Technologie für Solarzellen entwickelt, die einfach per
Sprühverfahren beispielsweise auf Fenster aufgebracht werden kann. Dabei stellt
das Unternehmen mit seiner Nanopartikel-basierten Lösung eine beachtliche
Wandlungseffizienz von 20 Prozent oder mehr in Aussicht.
"Der Film unterliegt nicht fundamentalen thermodynamischen Einschränkungen,
die für Halbleiter-Materialien gelten. Im Prinzip sollten sehr hohe Effizienzen
nur eine Frage der Weiterentwicklung sein", meint Chris Binns, Professor für
Nanotechnologie an der University of Leicester
http://www2.le.ac.uk. Er arbeitet mit EnSol an der Kommerzialisierung der
Technologie zusammen, die 2016 marktreif sein soll.
Nanopartikel-Durchbruch
Dünnschicht-Solarzellen an sich sind nicht neu. "Meines Wissens nach ist dies
die einzige Technologie, die auf den speziellen optischen Eigenschaften
metallischer Nanopartikel beruht", betont Binns. Diese Partikel mit Durchmessern
von etwa zehn Nanonmetern werden in Leicester hergestellt, um Prototypen der
EnSol-Technologie zu ermöglichen. Die Photovoltaik-Schicht könnte leicht mittels
gängiger Vakuum-Beschichtungstechnologie aufgebracht werden, so der
Nanotechnologe.
Doch EnSol zielt darauf ab, dass die neue Solarzellen-Technologie sogar als
Spray und damit besonders leicht aufgetragen werden kann. "Der Film mit den
Nanopartikeln könnte schon jetzt als Spray gefertigt werden. Die Herausforderung
werden die Elektroden sein", sagt Binns. Eine Beschichtung von Fensterscheiben
würde jedenfalls nur zu einer leichten Tönung führen, da der Film sehr dünn ist.
Zudem ist die Technologie auch für Dachziegel oder Gebäudefronten geeignet.
Beachtliche Ausbeute
Die von EnSol angestrebte Effizienz von 20 Prozent oder mehr wäre für eine
Dünnschicht-Solarzelle durchaus beachtlich. Denn das Zentrum für Sonnenenergie-
und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg
http://www.zsw-bw.de hat erst
Ende Juli mit 20,3 Prozent Wirkungsgrad einen neuen Labor-Weltrekord für
sogenannte CIGS-Dünnschichtzellen gemeldet. Die Ausbeute kommerzieller
Dünnschicht-Module liegt deutlich niedriger. Global Solar
http://www.globalsolar.com
beispielsweise hat im Februar 2010 einen Wert von 13,2 Prozent für CIGS-Module
gemeldet. (pressetext.austria)
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